Gesund zu Fuß nach Altötting wallfahren - 2009
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Tipps für die Pilger 2009 – Wie helfen die Malteser den Teilnehmern?

Wie jedes Jahr zu Pfingsten, macht sich auch dieses Jahr wieder ein großer Pilgerzug zu Fuß auf den beschwerlichen Weg von Straubing nach Altötting. Die Wallfahrt beginnt am späten Freitagabend (29. Mai) um 23 Uhr und endet am Pfingstsonntag (31. Mai) ab 7 Uhr mit dem Abschlussgottesdienst in der Altöttinger Basilika.

Los geht's am Straubinger Ludwigsplatz im Bereich des Stadtturmes. Wer sich aufmacht, die „schwarze Madonna” zu besuchen, kann einiges erleben. Blasen, Krämpfe und Zerrungen sind genauso wie allgemeine Erschöpfungen und Kreislaufschwächen häufige Begleiterscheinungen der Wallfahrt. Sie lassen sich vermeiden, wenn man ein paar Punkte beachtet. „Wer nicht mitmacht, dem kann auch nichts passieren!” Dieser Spruch soll natürlich nicht Motto aller Pilger sein, trotzdem sollten ihn einige beherzigen. Selbstkontrolle kann einem manches ersparen. Das gilt besonders für Wallfahrer die gesundheitlich beeinträchtigt und schon von vornherein unsicher sind, ob sie den Strapazen gewachsen sein werden. Wer nicht völlig sicher ist, setzt sich am besten vorher mit seinem Arzt in Verbindung. Oder testet seine Kondition bei einem ausgedehnten Fußmarsch.
Wer trotz aller Vorsorgemaßnahmen einmal dringend Hilfe benötigt, bleibt am besten am Straßenrand stehen und lässt den Pilgerzug passieren. Am Ende folgt ein Rettungswagen. Ansonsten errichtet das Malteser-Einsatzteam an allen Pausenorten ab Landau Versorgungs- und Sanitätsstationen, meist unter Nutzung der örtlichen Feuerwehrhäuser. Die Versorgung von Blasen und allerlei auftretenden Wehwehchen, einschließlich der kompletten medizinischen und ärztlichen Notfallversorgung beim Wallfahrtszug und an den Pausenstationen erfolgt ehrenamtlich und kostenlos! Insgesamt stehen ein Einsatzteam mit etwa 25 kompetenten und motivierten Maltesern, einschließlich Notärzten, mit voraussichtlich zwei Rettungswagen, drei Mannschaftsfahrzeugen und einem Lastwagen mit kompletten Versorgungsstationen zur Verfügung.

Medizinische Versorgung
Im Notfall kann der Malteser-Einsatzleiter über die Handy-Nummer 0170 / 9712268 direkt und schnell alarmiert werden. (Hinweis: Es handelt sich um eine Rufnummer, die nur für und während der Straubinger Fußwallfahrt nach Altötting 2009 eingerichtet ist, nicht um eine allgemeine Notrufnummer!)
Wer vor hat an der Wallfahrt teilzunehmen, sollte diese Nummer am besten gleich in sein Handy einspeichern! Der Einsatzleiter sorgt dann für die sofortige und adäquate Hilfeleistung. Auch alle Rettungsleitstellen und Polizeidiensstellen in den Bereichen zwischen Straubing und Altötting werden über die Wallfahrt und die Versorgung durch die Straubinger Malteser informiert sein, und würden die Malteser-Einsatzleitung alarmieren. Allerdings üblicherweise zusätzlich auch die öffentlichen Rettungsmittel im Zuständigkeitsbereich. Daher ist es sehr ratsam die öffentlichen Notrufnummern nur in akuten Ausnahmefällen anzuwählen, ansonsten schnellstens den Kontakt mit den Malteser-Einsatzkräften vor Ort zu suchen! Die Malteser bitten um Verständnis dafür, dass Gepäck oder Personen ohne medizinische Notwendigkeit nicht auf den Einsatzfahrzeugen transportiert werden können! Hierfür werden von der Pilgerleitung gesondert Transport- und Pendelfahrzeuge bereitgestellt.
Das Malteser-Einsatzteam 2009 wünscht allen Pilgern eine gesegnete Wallfahrt und dass alle wieder gesund nach Hause kommen! Ebenso einen ganz, ganz herzlichen Dank für die immer wieder ergreifenden Dankesgesten und spontanen Anerkennungen beim Einmarsch in die Altöttinger Basilika! Dies ist für alle Malteser von Jahr zu Jahr die schönste und motivierendste Bestätigung für ihre nicht immer ganz leichte und oft allen Einsatz fordernde Aufgabe!
Ähnliche, unvergleichliche Momente darf ein weiteres Einsatzteam der Straubinger Malteser, auch in diesem Jahr wieder beim Einmarsch der gigantischen Pilgerschar bei der portugiesischen Marien-Wallfahrt Mitte Mai nach Fatima erleben, wenn sie sich aufmachen halb Europa zu durchqueren, um die portugiesischen Malteser bei Ihrer großen Aufgabe mit Rettungswagen, medizinischer Ausrüstung und einem 4-köpfigen Einsatzteam zu unterstützen.

Kraft aus Anerkennung
Ihre Kräfte für diese Einsätze und folgende schöpfen die Malteser aus spontaner und ehrlicher Anerkennung und Bestätigung für ihren ehrenamtlichen und unentgeltlichen Dienst. Dennoch entstehen ihnen große finanzielle Belastungen für organisatorische Vorbereitungen, Einsatzmaterial, Verpflegung, Fahrzeuge, Fahrtkosten und vieles mehr, die von keiner Seite kostendeckend abgegolten werden können. Daher wäre es schön wenn möglichst viele Pilger einen freiwilligen Spendenbeitrag an den Versorgungs-Stationen entrichten würden. Sollte sich ein Überschuss ergeben, so versichern die Malteser, wird dieser helfen, weitere Einsätze zu sichern und zweckgebunden in der Notfallvorsorge eingesetzt werden. Ein finanzielles Polster ermöglicht es den Maltesern, sehr viel schneller und unbürokratischer auf plötzliche Krisen- und Notfallereignisse zu reagieren. Denn Hilfe wird dann am wichtigsten sofort und effektiv gebraucht!

Wichtige Tipps für Pilger
Wer sich konditionell und gesundheitlich in der Lage fühlt, an der Wallfahrt teilzunehmen, sollte folgende Tipps des Malteser-Einsatzteams und der begleitenden Ärzte beachten:

  • Nur bequemes, eingelaufenes, nicht zu enges Schuhwerk tragen! (keine neuen, ungetragenen Schuhe)
  • Die Socken und Unterwäsche nach dem Waschen nochmals gründlich mit klarem Wasser ausspülen, um einer möglichen Waschmittelallergie oder Hautreizung durch Rückstände entgegenzuwirken.
  • Keine Socken und Unterwäsche mit auftragenden Nähten, rauen Oberflächen oder aus nicht feuchtigkeitsregulierendem Synthetikmaterial tragen.
  • Die Füße kurz vor, und während der Fußwallfahrt nicht mehr ausgiebig waschen. So weicht die Haut nicht unnötig auf.
  • Helle Kleidung tragen. Dies hat den Sinn, nachts besser sichtbar und am Tage geschützter vor der Sonneneinstrahlung zu sein. Die Kleidung sollte der Witterung angepasst sein. Dabei sollte dringend beachtet werden, dass die Temperaturen nachts unangenehm kühl und tags eventuell sonnig und heiß sein können.
  • Kopfbedeckung mitnehmen, als Regen-, Kälte- oder Sonnenschutz
  • Sonnenschutzcreme an sonnigem Tag auf ungeschützte Hautflächen auftragen
  • Regenschutzbekleidung nur während des Niederschlages tragen, wegen der oft geringen Atmungsaktivität des Materials. Danach möglichst sofort wieder ablegen!
  • Hosen und Oberbekleidung mit Hautkontakt sollten innen keine rauen Oberflächen aufweisen, und nicht zu eng anliegen.
  • Als Proviant eignen sich nahrhafte Brotzeiten, Müsliriegel, Obst und Traubenzucker. Die kleinen Energiespender können einem den Weg erheblich erleichtern und helfen kleinere Schwächen zu überbrücken. An heißen Tagen helfen auch salzige Snacks (wie Salzstangen und ähnliches) den Elektrolytverlust durch Schwitzen auszugleichen.
  • Zur Labung empfehlen sich Mineralwasser, Tees, Fruchtsäfte und isotonische Getränke, aber auch Cola spendet frische Lebenskräfte. Auf Alkohol sollte unterwegs generell verzichtet werden!
  • Verwenden Sie für Ihr Marschgepäck unbedingt einen Rucksack, und nehmen Sie nur das Allernötigste mit!
  • Organisieren Sie nach Möglichkeit bereits vor der Wallfahrt eine eventuelle Abholung beziehungsweise Rückfahrt, für den Fall, dass Sie den Marsch vorzeitig abbrechen müssen. Und informieren Sie Angehörige oder Bekannte über Ihre Teilnahme.
  • Nehmen Sie Ihre Krankenversichertenkarte mit, für den Fall einer klinischen Weiterbehandlung oder stationären Einweisung in ein Krankenhaus.
  • Überschätzen Sie Ihre körperliche Belastungsfähigkeit nicht!
  • Wählen Sie lieber einen späteren Anschluss zum Wallfahrtszug, zum Beispiel ab Landau, Samstag 06:30 Uhr oder erst ab Eggenfelden, Samstag 23:30 Uhr, jeweils am Stadtplatz.
  • Bleiben sie unbedingt im abgesicherten Verband des Pilgerzuges und vermeiden Sie „Alleingänge”!
  • Nehmen Sie frühzeitig die Versorgung oder medizinische Betreuung der Malteser in Anspruch, oder sprechen Sie mit dem medizinischen Personal über auftretende Beschwerden und holen Sie sich einen ärztlichen Ratschlag.
  • Die MHD-Einsatzleitung: Handy-Nummer: 0170 / 9712268, E-Mail: Franz [dot] ReineratMalteser-Straubing [dot] de (Herr Franz Reiner)

Versorgungsstationen der Malteser sind an folgenden Pausenorten eingerichtet:
Landau an der Isar
ab ca. 04:45 Uhr – Versorgungscamp, am Stadtplatz
Haunersdorf
ab ca. 08:00 Uhr – am Feuerwehrhaus, neben Gasthaus
Malgersdorf
ab ca. 11:00 Uhr – am Feuerwehrhaus, hinter Kirche und Gasthaus
Falkenberg
ab ca. 14:15 Uhr – Versorgungscamp, neben Gasthaus
Eggenfelden
ab ca. 16:30 Uhr – Stadtplatz, bei der Pfarrkirche und am Sportzentrum
(Hinweis: Die Versorgung kann dort nur bis max. 18:00 Uhr aufrechterhalten werden, danach müssen alle Einsatzkräfte nach Mitterskirchen zur Verpflegung und Schlafpause abrücken!)
Mitterskirchen
ab ca. 01:00 Uhr – am Feuerwehrhaus, nur Notfallversorgung!
Reischach
ab ca. 03:00 Uhr – durch das örtliche BRK, Gasthaus Ortsende
Altötting
ab ca. 06:00 Uhr – Sanitätsstation an der Basilika, St. Anna

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