Katastrophenschutz
Notfallvorsorge und Notfallnachsorge

Katastrophenschutz (KatS, KatSchutz) bezeichnet Maßnahmen, die getroffen werden, um Leben, Gesundheit oder die Umwelt in einer Katastrophe zu schützen.

Wenn man an einen Massenkarambolage denkt ist einem klar, dass die Verletzten vom Rettungsdienst versorgt werden. Doch wer kümmert sich um die Unverletzten? Wer versorgt die Einsatzkräfte bei langen Einsätzen mit Nahrungsmitteln und Getränken?

Genau hier kommen wir ins Spiel. Grob gliedern sich unsere Katastrophenschutz-Einheiten in zwei Bereiche. Zum einen sind wir im Bereich Betreuungswesen aktiv. Hier sind wir mit drei Schnelleinsatzgruppen (SEG) in den Bereichen „Betreuung”, „Verpflegung” und „Krisenintervention” vertreten. Zum anderen haben wir im Bereich Sanitätswesen eine SEG Transport. Diese unterstützt bei Großschadensfällen den Transport Verletzer vom Behandlungsplatz (BHP) in Kliniken.

Diözesanalarmierungsplan
Dank eines Alarmierungsplans auf Diözesanebene sind das jedoch nicht die einzigen Einheiten die wir Malteser im Notfall stellen können. Durch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Gliederungen in der Diözese Regensburg ist es uns jederzeit möglich auch deren Einheiten anzufordern. Genutzt wurde dies zum Beispiel während der Schneekatastrophe im Winter 2005/06. Nach dem Halleneinsturz in Bad Reichenhall wurde man auch im Bereich Straubing vorsichtig und befreite Dächer gefährdeter Gebäude von Schnee. Um hierbei die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW abzusichern war jeweils auch ein Krankentransport- oder Rettungswagen vor Ort. Da zwischenzeitlich der Bedarf an Rettungsmitteln höher war als die Anzahl der vorhandenen Fahrzeuge wurde von der Gliederung Niederaichbach zusätzlich ein Rettungswagen besetzt. Obwohl dieser letztendlich nicht zum Einsatz kam hat sich doch gezeigt, dass die Einfühung des Diözesanalarmierungsplans richtig war und er auch funktioniert.

Ausbildung der Einsatzkräfte
Die Mehrzahl unserer Einsatzkräfte ist mehrgleisig ausgebildet. So besitzen mit wenigen Ausnahmen alle Einsatzkräfte mindestens über eine Ausbildung zum Einsatzsanitäter sowie den Grundlehrgang Psychosoziale Unterstützung. Eine nicht unbedeutende Anzahl an Kräften hat auch die Qualifikation Rettungssanitäter erworben oder die Berufsausbildung zum Rettungsassistenten absolviert. Im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) wird ein Teil der Helfer gerade im Bereich Krisenintervention geschult.
Durch die Einsatzkräftenachsorge der Malteser in der Diözese Regensburg haben wir auch die nötigen Strukturen um belastende Einsätze möglichst nicht zu Problemen für unsere Einsatzkräfte werden zu lassen.

 

Für unsere Einsätze steht uns einiges an Material zur Verfügung. Vieles davon wird uns dabei vom Bund gestellt, einiges haben wir allerdings auch selbst erworben.

Betreuungs-MTW Mercedes Sprinter Johannes Straubing 61/80/1
MTW steht für Mannschaftstransportwagen und das erklärt auch schon fast die Verwendung dieses Fahrzeugs. Neben den insgesamt 8 Sitzplätzen ist es mit Material für den Schnellangriff und die Führung ausgestattet. Unter Schnellangriff versteht man in diesem Fall die schnelle Versorgung von Betroffenen und Einsatzkräften mit Getränken.
Diese Fahrzeug wurde uns vom Bund zur Verfügung gestellt.

 

Betreuungs-MTW Ford Transit Joh. SR 61/80/2
Diese Fahrzeug wurde uns vom Bund zur Verfügung gestellt.

 

Betreuungs-MTW VW Bus Joh. SR 61/80/3
Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Eigenerwerb. Ursprünglich wurde es hauptsächlich von der Malteser Jugend Straubing und der Straubinger Tafel verwendet. Ende 2007 wurde es in Eigenleistung mit einer Sondersignalanlage ausgestattet und steht seitdem als Mannschaftstransporter für die Bereiche Notfallvorsorge (Katastrophenschutz und Sanitätsdienste) sowie für die Malteser Jugend zur Verfügung.

 

Betreuungs-LKW Joh. SR 61/81/1
Der LKW kommt immer dann zum Einsatz wenn Menschen vor Ort versorgt oder größere Mengen Material transportiert werden müssen. Ausgestattet ist er mit Zelten (incl. Heizung und Beleuchtung), Biertischgarnituren, Feldbetten
Eine weitere wichtige Aufgabe des LKWs ist der Transport der Feldküche.
Diese Fahrzeug wurde uns vom Bund zur Verfügung gestellt.

 

Feldküche
Die Idee hinter den Feldküchen stammt noch aus der Zeit des Kalten Krieges. Der Gedanke dahinter war Menschen auch dann mit warmen Speisen und Getränken versorgen zu können, wenn die entsprechende Infrastruktur zerstört wurde. Entsprechend selten kommen Feldküchen zum Einsatz. Verwendet werden sie heute meist bei planbaren Einsätzen wie dem Papstbesuch 2006 in Regensburg als unter Leitung des BRK Regenstauf, welche wiederum den Maltesern unterstellt waren mehrere Feldküchen die Versorgung von rund 1400 Einsatzkräften im Bereich Sanitäts- / Rettungsdienst während des gesamten Einsatzes sicherstellten.
Die Feldküche wurde uns vom Bund zur Verfügung gestellt.

 

KTW Joh. SR 61/72/1
Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Eigenerwerb. Es wurde Ende 2007 gebraucht von den Kollegen des Malteser-Rettungsdiensts Regensburg übernommen.

 

KTW Joh. SR 61/72/2
Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Eigenerwerb. Es wurde 2005 gebraucht von den Kollegen des Malteser-Rettungsdiensts Straubing übernommen.